Kapitel 7 – Leseecke   Die Welt aus den Augen einer Katze

 

      Ach, diese LangweileHerrchen und Frauchen haben nie Zeit für mich und spielen nie mit mir.  Sie haben es immer eilig und sind immer beschäftig.  Was für ein Leben die Menschen führen.  Frauchen steht morgens früh auf, geht in die Küche, und kocht dieses seltsame schwarze Zeug das sie den ganzen Tag trinkt.  Dann weckt sie Herrchen.  Er möchte eigentlich noch ein bisschen schlafen, aber sie macht das Fenster auf and dreht das Radio ganz laut.  Herrchen stöhnt und zieht die Decke über den Kopf.  Aber es hat alles keinen Sinn.

      Schließlich steht er auf, duscht, und trinkt dieses stinkende, schwarze Zeug, liest die Zeitung, und geht zur Arbeit.

      Frauchen bleibt noch etwas länger zu Hause und manchmal darf ich am Fußende vom Bett liegen.  Aber nicht lange.  Dann setzt sie mich vor die Tür und sagt “Fang Mäuse!”.  Ich will aber morgens nicht draußen sein.  Es ist kalt und ungemütlich, also sitzte ich vor dem Fenster und mache ein unglückliches Gesicht.  Aber Frauchen geht dann auch weg, und ich muss bis nachmittags warten.  Dann kommen beide nach Hause und machen etwas zu essen.  Es riecht immer sehr gut.  Diese Menschen essen nich schlecht, aber ich bekomme nur die Reste.

      Manchmal spielt Herrchen noch ein bisschen mit mir, aber dann sitzen sie den ganzen Abend vor diesem komischen Ding das solchen Krach macht und sehen die Bilder von anderen Menschen an.  Sie beachten mich nicht mehr.  Schließlich gehen sie ins Bett, und ich suche mir auch ein Plätzchen zum Schlafen.

      Am schlimmsten ist es aber wenn sie verreisen.  Dann kommt nur einmal am Tag ein anderer Mensch vorbei, der mir etwas zu fressen hinstellt, und ich muss in der Garage schlafen.  Ein schreckliches Leben ist das.